Territorien des Selbst #3

 

 

 

4

Wo soll die Reise hingehen? 28×35 auf Finnpappe

 

Kinder sind per se schon einmal im Mangel. Man muss ihnen helfen. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Geht nicht, ist zu gefährlich. Eltern scheinen aber auch im Mangel zu sein.

Eine ganz besondere Rolle haben hier Ärzte, Krankenhäuser und das gesellschaftliche System. Der Start ins Leben ist begleitet von einem immensen Vorsorgeapparat, der all zu oft in ganz wilden Untersuchungen endet. In vielen Fällen wird die Geburt geplant und endet im tragischsten Fall in einer Kaiserschnittgeburt, Tendenz steigend. Und es hört ja hier nicht auf. Der Kampf um die besten Liegenplätze fängt jetzt auch erst so richtig an. Hier setzt sich in einer absurden Weise etwas durch und wird immer mehr als verbindlich anerkannt („herrschende Ordnung“, Phänomene der Macht, Heinrich Popitz).

 

 

„Mein Rat an junge Mütter lautet: Studiere rechtzeitig Kinderpflege in Praxis und Theorie, denk darüber nach, was Du tust, und vertrau nicht unkritisch dem, was Du von Freundinnen und Verwandten zu hören bekommst- wie alt und erfahren sie auch sein mögen. Es ist Dein eigenes Kind, für das Du sorgst und Du selbst trägst die Verantwortung dafür, wie Du Deine Pflicht erfüllst.“

Vorwort aus dem Buch En kurs i barnvard (Ein Kurs in Kinderpflege) des schwedischen Kinderarztes Arthur Fürstenberg. Entnommen aus der Biografie von Jens Andersen „Astrid Lindgren, Ihr Leben“ S. 111, Pantheon Verlag.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s